Trump in Davos: "America first" bedeutet nicht "Amerika alleine"

In seiner Rede am 26.01.2018 machte Trump nicht nur Werbung für seine Tiefsteuerpolitik, sondern zeigte auch seine Begeisterung fürs WEF in Davos. Er schwärmte über das Treffen mit 15 Wirtschaftsführern am Donnerstagabend. «Ich habe vorher nicht alle gekannt, aber über sie gelesenen. Jetzt habe ich 15 neue Freunde.»
Zur Rede selbst:
Was für eine bewegende Rede von Trump. Auf den Punkt und gespickt mit Details zu Erreichtem und Geplantem, wie man es von einem echten politischen Leader bisher kaum gehört hat. Wer geglaubt hat, und oder nicht müde wird zu betonen, dass Trump keinen Plan hat, dem wird noch Hören und Sehen vergehen.  Trump begeistert die Menschen, ob es den Medien passt oder nicht. Im Gegensatz zu seinem Auftritt, incl. Gefolge, war der von der deutschen Kanzlerin Merkel hausbacken und bieder. An Trump und Merkel kann man den Unterschied der beiden Länder erkennen. Trump tut alles, um sein Versprechen einzuhalten und die USA wieder groß zu machen. Es wird massig investiert, es entstehen tausende neuer Jobs, die Konzerne bringen ihre Gelder in die USA zurück, die Börse rennt und rennt und die Wirtschaft floriert. Wenn er nach seiner zweiten Amtszeit geht, werden ihn die Amerikaner als einen der besten Präsidenten aller Zeiten betrachten.
Gleichzeitig bekräftigte Trump seine Maxime "America First": Er werde sein Land immer an die erste Stelle setzen. Das bedeute aber nicht "Amerika alleine". Die Welt erlebe den Wiederaufstieg eines starken und wohlhabenden Amerikas. Es habe nie eine bessere Zeit gegeben, um in den USA zu arbeiten, zu bauen, zu investieren und zu wachsen - nicht umsonst bezeichnete sich Trump später in einem kurzen Interview als "Cheerleader" für sein Land.
Fazit:
Trump hat jetzt eine neue Weltwirtschaftsdoktrin lanciert. Regulierungen, Subventionen und ungerechte Steuern werden von den USA ab jetzt konsequent bekämpft. Japan, Deutschland und China können sich auf etwas gefasst machen. Die USA werden den Merkantilismus anderer Länder nicht mehr aufrechterhalten und unterstützen. America First hat Trump versprochen und America First bekommt die Welt.

Kommentare

  1. Hannes Fr.1/26/2018

    Virtuos ist der Trump ja, das muss man ihm lassen. Er spielt nahezu perfekt auf der Klaviatur der menschlichen Eitelkeiten. Das gab es aber im Grunde schon immer.

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    1. cäsar1/26/2018

      Er benutzt doch dieses Festival der Eitelkeiten um den anderen "wichtigen Herrschaften" und der Welt zu sagen wie großartig und genial er sei. Ignorieren wäre eine gute Antwort.

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  2. Anonym1/26/2018

    Tolle Rede für einen angeblich nicht Politiker sondern Geschäftsmann. Ich wünschte mir die Rede non der Kanzlerin gestern hätte wenigstens halb so viel realistische und wahre Inhalte gehabt als die des amerikanischen Präsidenten. Erfrischend und motivierend aufgetreten und den Dummschwätzern und linken Kritikern und der Presse dadurch einmal richtig Feuer gegeben wie erwartet.

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  3. wardabei1/26/2018

    Ganz großes Kino. Die schwache Geschäftsführende Merkel kotzt sich über Trump aus - und verschwindet dann, bevor dieser in Davos eintrifft. Begründung –Termine. Die hatte die Hosen sowas von voll…immerhin.

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  4. Einer der wenigen Trumpartikel in der deutsche Presse den ich je gelesen habe, der nicht voll negativ betont ist.

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  5. Der erste Golfspieler der Nation tut seinem Land nur oberflächlich Gutes. Seine Devise "Amerika zuerst!" wird sehr wohl gehört: Inzwischen prüft man bei vielen Bestellungen aus den USA sehr genau, ob man das Zeug nicht auch anderswo kaufen kann... Und ob keine Schadstoffe drinnen sind... Und ob der Transport nicht zu teuer ist... Und ob keine versteckten Lauschangriffe mitgekauft werden, so wie bei fast allen Computern, Routern, Mobilem... usw.

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  6. Zwischendurch erntete der US-Präsident auch Lacher. Etwa als er bemerkte, unter einer demokratischen Führung wären die Aktienkurse sicherlich um knapp 50 Prozent gefallen. Unter ihm seien die Kurse aber um 50 Prozent gestiegen.

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  7. Georg Lars Gnominis1/27/2018

    Trump macht genau das wofür er gewählt wurde, und das macht er gut. Das könnte andere Regierungschefs beschämen und vielen Ländern schaden. Dennoch werden viele europäische Firmen dem Ruf des Geldes folgen und damit „Amerika Great again“ machen.

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